Jugendreise Nepal - Everest Base Camp
Termin: 27.7.-19.8.2012
Nach Ankunft in Kathmandu, wo wir uns zwei Nächte zum Organisieren der Permits und der Tour aufhalten fliegen wir mit einer kleinen Maschine nach Lukla, einem kleinen Ort mitten in den Bergen. Von dort gehtes zu Fuß weiter. Unser erstes großes Ziel ist Namche Bazar (3440 m), die „Hauptstadt der Sherpas“ im Solu Khumbu. Um uns ausreichend zu Akklimatisieren arbeiten wir uns langsam durch die Sherpadörfer Richtung Everest Base Camp hinauf. Unser erster Akklimatisierungs- 5tausender ist der Sanu Taboche (5.305 m). Von dort aus geht es über Pheriche und Lobuche zu unserem höchsten Übernachtungsplatz nach Gorak Shep (5.150 m), wo wir unseren höchsten Gipfel, den Kala Patar (5.640 m) besteigen. Am nächsten Tag erreichen wir das Base Camp (5.400 m). Zügig geht es auf direktem Weg zurück nach Lukla. Eine Nacht verbringen wir aber auf jeden Fall noch am berühmten Kloster von Tengpoche. In Kathmandu heißt die Devise: Sightseeing, Shopping und Party.
Voraussetzung:
14 bis 19 Jahre; gute Kondition beim Hiken; Trittsicherheit; Aufgeschlossenheit und Interesse an fremden Kulturen und Religionen. Alpine Erfahrung z.B. Klettern oder Umgang mit Seil ist nicht notwendig.
Ziel der Reise:
Es sollen außergewöhnliche Ferien werden, die eine einmalige Gelegenheit bieten neben seinen eigenen Grenzen auch ein fremdes Land mit seinen Menschen, seiner Kultur und seiner Religion (Hinduismus und Buddhismus), sowie den typischen Problemen eines Drittweltlandes, hautnah zu erleben und kennen zu lernen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, werden auch nepalesische Jugendliche in diese Reise mit integriert. Außerdem ist die Umgangssprache zwischen Nepalis und Ausländern Englisch. Da profitiert auch für die Schule davon.
Diese Reise ist kein Cluburlaub. Die Erlebnisse und Eindrücke werden euch nachhaltig beeindrucken und euch einen großen Zuwachs an Lebenserfahrung bescheren - so wie bei den vorherigen Jugendlichen, die 1998, 2000, 2002, 2004, 2006 und 2008 mit dabei waren. Die einen haben Artikel für Zeitungen geschrieben (z.B. Süddeutsche), andere Vorträge gehalten, Facharbeiten über Nepal in der Schule abgeliefert und damit bei ihren Lehrern fett gepunktet oder im Jahr drauf ein Praktikum in einem Waisenhaus als Englischlehrer absolviert.
Sicherheit
Zweifellos hat Nepal einige innenpolitische Probleme zu bewältigen. Auch wenn es gelegentlich zu lokal begrenzten Unruhen kommen kann sind Touristen bisher nie ernsthaft gefährdet gewesen. Unsere geplante Route liegt weit ab politisch unruhiger Gebiete. Auch des Auswärtigen Amtes sieht keine Veranlassung vor Reisen nach Nepal zu warnen. www.auswaertiges-amt.de
Hier noch weiter Infos:
-Die Wege die wir im Solu Khumbu (Everest Gebiet) benutzen sind alpinistisch gesehen einfach, erfordern aber an einigen Stellen Trittsicherheit (vergleichbar mit einer Tour auf den Hochvogel oder die Zugspitze). Die Einheimischen gehen dort mit Flipflops. Lediglich der Gipfelanstieg zum Sanu Taboche erfordert leichte Kletterei im 1+ Schwierigkeitsgrad.
-Aus höhenmedizinischer Sicht besteht für gesunde Jugendliche kein höheres Risiko als bei Erwachsenen. Wir werden uns genügend Zeit bei der Akklimatisation lassen. Bei gesundheitlichen Problemen wird in Begleitung eines Erwachsenen abgestiegen. Die Route ist so geplant das auch derjenige, der eventuell Probleme mit der Kondition bekommt, weiter unten z.B. in Namche Bazar, auf die Gruppe warten kann.
-Im Solu Khumbu sind wir nie weiter als einen Tag von einem Telefon entfernt. Laut neuesten Informationen soll das im Aufbau befindliche Mobilfunknetz bis zum Everest Base Camp funktionnieren. Die deutsche Botschaft in Kathmandu, mit der ich schon seit vielen Jahren zusammenarbeite, bekommt von mir eine Teilnehmerliste mit allen wichtigen Daten und eine Tourenbeschreibung und kann im Notfall schnellstmöglich einen Rettungsflug organisieren.
-Die Kriminalitätsrate in Nepal ist die zweitniedrigste in Asien und auf jeden Fall deutlich niedriger als in Deutschland.
-Das größte gesundheitliche Risiko sind Magen und Darmerkrankungen. Dagegen gibt es Medikamente.
-Es gibt keine Pflichtimpfungen für Nepal. Dringend anzuraten ist jedoch eine Hepatitisimpfung. Hausarzt kontaktieren!!!
-Da es sich bei den Flügen von und nach Lukla um Sichtflüge handelt kann es dazu kommen das die Flüge bei Schlechtwetter ausfallen. Dies kann dazu führen das der Tourenverlauf beeinflusst wird. Der Rückflug von Lukla nach Kathmandu ist so rechtzeitig gelegt das der Rückflug nach Deutschland normalerweise nicht gefährdet ist.
-Wer unterwegs Probleme mit der Kondition bekommt, sei es wegen der Höhe, einem Infekt oder sonstigem kann sich einen Träger nehmen. Wer von vornherein keinen Bock hat seinen schweren Rucksack zu tragen kann sich schon in Lukla einen Träger anheuern. Ein Träger kostet ca. 10 Euro pro Tag und trägt bis 30 kg.
Klima im August:
Es herrscht zwar Nachmonsun doch heißt das nicht dass es ständig regnet. Der meiste Regen fällt im Vorgebirge des Himalayas. In Kathmandu ist es schwülwarm aber regnet relativ häufig. Im Solu Khumbu verhält sich das Wetter ähnlich wie in den Alpen im Sommer. Es kann regnen aber es ist durchaus normal dass auch mehrere Tage die Sonne am strahlend blauen Himmel steht und wir freiem Blick auf Everest und seine Nachbarn genießen.
Bis etwa 4.000 Meter sind auch die Nächte nicht sonderlich kalt darüber wird es frischer aber es gibt keinen Frost. Bei Sonnenschein können sogar die über 5.000 Meter hohen Gipfel in T-Shirt und kurzer Hose bestiegen werden. Bei schlechtem Wetter liegt die Schneefallgrenze normalerweise zwischen 5.000 und 5.500 Metern.
Unterkunft:
Außer in Kathmandu, wo wir in einem netten 2 Sterne Hotel im Stadtteil Thamel logieren, übernachten wir in einfachen Guest Houses, wie sie üblicherweise von Travellern und Trekkernbenutzt werden. Es gibt überall Decken aber es empfiehlt sich selber einen kleinen, leichten Schlafsack mitzunehmen.
Essen:
Das Essen in Nepal ist gut und billig. Das National Gericht heißt Dal Bath. Es besteht aus Reis, Linsensuppe, Gemüse und Hühnchen bzw. Ziegenfleisch. Für 2 Euro kann man sich damit satt essen. Billig und gut sind auch die indischen Somosas, Teigtaschen mit Kartoffeln und Gemüse. Aus Tibet bereichern Momos und Chowmen (was das ist versucht mal selber rausfinden) die kulinarische Vielfalt. Zu den ganz exotischen Menüs gehört ein Yaksteak. Obst wie Bananen, Äpfel, Mangos, Papayas etc. gibt’s in Kathmandu überall zu Centpreisen. In den Bergen sieht es mit Obst allerdings nicht mehr so reichhaltig aus. Der billigste aber beste Energiespender ist die Nudelsuppe. Sie wird überall angeboten und kostet meist nur 60 Cent.
Auch der europäisch orientierte Magen muss nicht darben. In Kathmandu und bis hinauf nach Namche Bazar gibt es ausgezeichnete Bäckereien (Vollkornbrot, Croissant und Nussschnecken). Doch auch Pizza und Pasta lassen sich problemlos auftreiben, auch wenn sie nicht so schmecken wie beim Italiener.
Trinken:
Fast überall gibt es Cola, Fanta und Bier. Abgefülltes Trinkwasser in Plastikflaschen ist auch meistens vorhanden. Um jedoch die Umwelt nicht all zu sehr mit Plastikmüll zu belasten und auch etwas Geld zu sparen, der Flüssigkeitsbedarf auf dieser Höhe ist sehr hoch, werden wir überwiegend sauberes und gefiltertes Leitungswasser mit Mikropur desinfizieren.
Während Softdrinks in Kathmandu für unsere Verhältnisse billig sind werden sie, je weiter wir uns von Lukla Richtung Everest Basecamp bewegen, spürbar teurer. Ein Cola kostet in Kathmandu ca. 30 Cent, beim Everest Base Camp ca. 2,50 Euro.
Visum:
Ihr braucht euch in Deutschland nicht ums Visum kümmern. Das wird am Flughafen in Kathmandu bei der Ankunft ausgestellt und kostet etwa 30 Dollar. Ihr braucht nur einen Reisepass, der mindestens noch 6 Monate gültig ist und 2 Passbilder. Wer noch den süßen Kinderausweis hat sollte sich davon trennen und sich besser einen Reisepass ausstellen lassen.
Ausrüstung:
Dies ist noch keine vollständige Ausrüstungsliste, diese kommt als Checkliste ca. einen Monat vor der Reise. Folgende Dinge sind ein grober Überblick über das was ihr für die Tour braucht.
-Tagesrucksack für den Flug und kleine Ausflüge in Kathmandu.
-Großer Rucksack ca. 60 Liter + Regenhülle.
-Kleiner, dünner bzw. Platz sparender Schlafsack.
-Schwere Bergschuhe sind nicht notwendig. Perfekt wären 2 Paar Schuhe. Für Tage in tieferen und feuchteren Regionen und als Hüttenschuh z.B. der Salomon Tech Amphibien oder ein ähnlicher Schuh und für die höheren Regionen ein fester, wasserdichter Laufschuh, die meist als Trailrunning Shoes bezeichnet werden. Ihr müsst euch da allerdings nicht in große Unkosten stürzen denn auch Trekking Sandalen und ein klassischer Bergschuh sind für die Tour geeignet.
-Regenfeste Hose und Jacke.
-Warmer Anorak bzw. Faserpelz.
Im Prinzip braucht ihr nichts anderes als bei einer Mehrtagestour in den Alpen. Die meisten oben genannten Dinge könnt ihr zu Spottpreisen auch in Kathmandu kaufen.
Vortreffen:
6.-8. Juli im Allgäu. Ist nicht unbedingt verpflichtend da doch einige sehr weit weg wohnen.Wenn es sich irgendwie einrichten lässt dann wäre es natürlich gut wenn ihr kommen könntet. Ein bisschen kennen lernen und einige Fragen noch gemeinsam klären kann nicht schaden.
Geplant ist eine kleine, nette Tour in den Allgäuer Alpen mit Übernachtung auf einer DAV Hütte. Kosten ca. 60 Euro.
Literatur & Information:
Eine Menge Information zur Reise findet ihr im Internet bei www.wikipedia.org wenn ihr Nepal, Mount Everest, Sherpa oder Kathmandu eingebt.
-Die beste topographische Karte ist „Khumbu Himal“ 1:50.000 von der Arbeitsgemeinschaft für vergleichende Hochgebirgsforschung. Leider etwas veraltet.
-Auch in Kathmandu gibt es viele Buchläden die sehr günstige Landkarten verkaufen.
-super ist das Heft HIMALYA von Geo Spezial (1/2011) und das 2009 erschienene Merian Heft Hymalaya
-sehr informativ ist der Reiseführer „Nepal“ erschienen im Reise Know How Verlag
-das Buch Nepal vom Nelles Verlag ist ebenfalls zu empfehlen. Texte und Bilder wurden von mir aktualisiert.
-Bei Interesse kann ich euch ein paar Artikel, die schon über unsere außergewöhnliche Reise erschienen sind, zumailen.
Geldsachen
Reisepreis: 1770 €
Darin enthalten:
-Flug ab München mit 20 Kilo Freigepäck
-Hin- und Rückflug Kathmandu > Lukla
-Alle Übernachtungen
-Nepalesische Begleiter (ausser eure eigenen Träger)
-Flughafentransfer in Kathmandu
-Unkosten für Betreuer
Selber zahlen müsst Ihr:
-Bus nach Pokhara ca. 20 Euro
-Visum für Nepal (ca. 30 Euro)
-Nationalpark Gebühr für das Solu Khumbu (ca. 10 Euro)
-Alle Sehenswürdigkeiten kosten zwischen 1-3 Euro Eintritt.
-Essen: Wer preisbewusst isst kommt am Tag knapp mit 10 Euro aus. Da die meisten in eurem Alter allerdings tierisch viel futtern rechnet lieber mit 15 Euro pro Tag. Eine Cola kostet so ungefähr 40 Cent, ein Fläschchen Bier (0,66 ml) 2,50 Euro. Ein gutes Essen in einem Traveller Restaurant in Kathmandu kostet ca. 3-4 Euro (Frühstücksbuffet im Hotel 2,50 Euro). Je höher wir allerdings beim Trekken kommen desto teurer werden das Essen und die Getränke, da sie oftmals mehrere Tagesmärsche lang getragen werden müssen.
-Souvenirs: In Nepal gibt’s endlos viele Sachen zu kaufen. Da man gut handeln kann verfallen viele in einen Kaufrausch und haben zum Schluss sogar Übergepäck.
Ca. 400 - 500 € solltet ihr zusätzlich zum Reisepreis einkalkulieren.
Ausführliches Tagesprogramm der Tour könnt ihr, bei vollständiger Angabe eurer Adresse, anfordern unter: info@mountain-action.de
P.S. Da die Flugpreise ständigen Veränderung unterliegen und zum Abflugtermin immer teurer werden müssen bei kurzfristiger Buchung (in den letzten 2 Monaten vor Abflug) die evtl. höheren Flugkosten von den Teilnehmern übernommen werden.
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